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Das Feinguss-Verfahren: Der Ablauf

Mithilfe des Feinguss-Verfahrens lassen sich hochpräzise und komplexe Gussteile mit engen Toleranzen und dünnen Wänden aus metallischen Werkstoffen herstellen. Dafür sind mehrere Schritte nötig, die allesamt in unserer hauseigenen Gießerei erfolgen können.

Zunächst wird für das Wachsausschmelzverfahren ein Modell des gewünschten Teils aus Wachs hergestellt. Dieses Modell wird in eine Form aus keramischem Material eingebettet. Anschließend wird das Wachs aus der nun entstandenen Negaitvform Form entfernt, wobei ein Hohlraum entsteht.

Nachdem die Negativform vorbereitet ist, wird geschmolzenes Metall eingegossen. Das flüssige Metall füllt den Hohlraum aus und nimmt dabei die genaue Form des ursprünglichen Modells an. Nachdem das Metall abgekühlt und erstarrt ist, wird die Keramikform wiederum entfernt. Das resultierende Metallteil wird von überschüssigem Material gereinigt, gegebenenfalls nachbearbeitet und poliert.

 

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  • Feinguss und Wachsausschmelzverfahren Verfahren

Wachsspritzformherstellung

Die Form für den Guss wird gemäß Kundendokumentation hergestellt. Dabei stellen eine Zeichnung und/oder ein 3D-Modell die Grundlage für die Herstellung der Form dar. Im Formenbau verwenden wir die modernsten Technologien wie z.B. 5-Achs-Bearbeitungszentren sowie die neuesten CAD-Systeme. Eine optimal konstruierte und hergestellte Form ist die Grundlage für qualitätsgerechte Feingussteile. Durch den eigenen Werkzeugbau haben wir von Anfang an die Kontrolle über das Verfahren.

 

Wachsmodellherstellung

Für jedes Gussteil wird im Feinguss-Verfahren zunächst ein Wachsteil benötigt. Mithilfe von Maschine wird flüssiges Wachs in die entsprechende Form gespritzt. Anschließend montieren unsere fachkundigen Mitarbeiter die Wachsteile und das Aufbausystem präzise zu Wachstrauben zusammen.

 

Gießformherstellung

Die Wachstrauben werden in eine flüssige keramische Masse, den sogenannten Formstoffschlicker, getaucht und anschließend mit Feuerfeststoffen besandet. Das Keramiktauchen inklusive Trocknungszeit jeder einzelnen Schicht wird mehrmals wiederholt. So entsteht ein keramischer Mantel mit einer Dicke von ca. 7 mm.

Anschließend finden das Wachsausschmelzen und das Brennen der Keramikformen statt. In Dampfautoklaven wird das Wachs aus den Keramikschalen herausgeschmolzen. Die leeren Keramikschalen werden danach bei ca. 1.000 °C gebrannt. Nach diesen Prozessschritten ist die Keramikschale fertig und bereit zum Feinguss.

Feingießen

Die kundenspezifische Metalllegierung wird im Induktionsofen geschmolzen und anschließend bei ca. 1.650 °C in die noch glühende Keramikschale eingegossen. Durch diese genauen teilespezifischen Temperaturen wird gewährleistet, dass im Feinguss auch dünne Querschnitte erreicht werden können. Darüber hinaus wird eine enorm hohe Werkstoffgüte und Oberflächenqualität erzielt.

Auspacken und Trennen

Nach dem Erkalten des Gießmetalls wird die keramische Schale mit Drucklufthämmern abgerüttelt. Anschließend werden die Gussteile vom Gießsystem getrennt. Dabei achten wir im Sinne des verantwortungsvollen und nachhaltigen Ressourcenumgangs darauf, dass Stahlreste des Aufbausystems als Kreislaufmaterial im Gießprozess erneut verwendet werden.

Nachbearbeitung

Für den Feinschliff wird die Restkeramik durch Sandstrahlen und Beizen restlos entfernt. Anschließend entfernen unsere fachkundigen Mitarbeiter die Angussreste durch Schleifen.

Weiterbearbeitung

Je nach Kundenwunsch werden die Feingussteile wärmebehandelt und/oder mechanisch weiterbearbeitet.

Wir bieten Ihnen verschiedene Oberflächenbehandlungen an, darunter:

  • Verzinken
  • Nitrieren
  • Vernickeln
  • Polieren
  • Elektropolieren
  • Lackieren
  • Pulverbeschichten
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